Schon die Etrusker siedelten auf dem basalthaltigen, fast 900 m hohen Ausläufer, wie ein dem König Vertumno geweihter Tempel bezeugt. Während der karolingischen Zeit wurde die Burgfeste, auch heute noch Symbol der Stadt, errichtet, im Jahr 1154 erweitert und schließlich von den Medici restauriert. Radiocofani war die letzte Stadt, die zugunsten der Herrschaft dieser Familie den Stadttitel zurückgab (1559). Von 1297 bis 1300 hatte hier der des Mordes schuldige ghibellinische Heerführer Ghino di Tacco Zuflucht genommen. Er führte einen unermüdlichen Kampf gegen den Kirchenstaat, dessen Gebiete an den Grenzen von Radicofani begannen, doch seine Bekanntheit erhielt er vor allem aufgrund der Überfälle, bei denen er, wie der berühmtere legendäre englische Kompagnon, die reichen Gutsbesitzer bestahl, um die Beute den Armen zu geben.







