San Gimignano

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Auf einem grünen Hügel im Tal Valle d’Elsa gelegen, gewann die kleine Stadt 1119 als freie Gemeinde an Stärke, als die reichen Familien Mitte des 12. Jahrhunderts siegreich aus dem Kampf zwischen Ghibellinen (Waiblinger) und Guelfen (Welfen) hervorgingen, was sich durch die Zunahme oder Abnahme, im Falle der besiegten Rivalen, der Anzahl der berühmten Turmhäuser äußerte. Auf dem Platz der Kathedrale beherbergt der Palazzo del Popolo aus dem 13. Jahrhundert das Stadtmuseum (eine bedeutende Sammlung Florentiner Kunst und Kunst aus dem Siena des 13. bis 16. Jahrhunderts). Auf dem gleichen Platz befindet sich die romanische Stiftskirche Himmelfahrt der Heiligen Maria (12. Jahrhundert), ihr Innenraum ist ein wahres Wunder, von den Farben des Bartolo di Fredi, Domenico Ghirlandaio, Taddeo di Bartolo und Benozzo Gozzoli erfüllt. Die hohe künstlerische Qualität zeigt sich auch in der nüchternen Kirche des Klosters des Heiligen Augustinus (1280 – 1298) mit Fresken von Benozzo Gozzoli für die Kapelle des Heiligen Bartolo (1494-1495 von Benedetto da Maiano gemeißelt) und das Altarbild, das Piero Pollaiuolo 1483 malte. Es gibt eine kuriose Ausstellung im Museum für mittelalterliche Kriminologie und Inquisition, deren umfangreiche Geschichtsforschung sich mit Folterinstrumenten, die jahrhundertelang eingesetzt wurden, und den Praktiken der Inquisition befasst. Viele der Exponate sind Originale.